Reisetheater

Zweifel

 

Pingu

Medientext für die Tournee 2018/2019

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Dialektmärchen in 3 Bildern, frei nach den Gebrüdern Grimm von Jörg Christen.

Ein Theatererlebnis für Gross und Klein


Rumpelstilzli

Rumpelstilzli – Eine Geschichte die deutlich aufgezeigt, dass Angeberei und Lügen
schwere Konsequenzen für sich oder seine Liebsten zur Folge haben können. Nun kommt
sie als Dialektmärchen auf die Bühne, neu inszeniert von Fabio Romano. Antonio Conde
hat die passende Musik dazu geschrieben und die farbenfrohe Bühnenausstattung ist das
Werk von Tarcisi Cadalbert und Moni Holenstein.

Im Ensemble des Reisetheaters spielen bekannte und ausgebildete Darsteller und Darstellerinnen:
Monika Romer, Anina Himmelberger, Denis Maurer, Sarah Stauffacher, Rainer Früh, Fabio Romano und
Jörg Christen.

Sie garantieren für einen unterhaltsamen Theaternachmittag für die ganze Familie.


Die Geschichte

Der arme Müller wünscht sich nichts sehnlicher, als dass es seiner Tochter einmal besser haben soll.
Er setzt alles daran um ihr ein besseres Leben zu ermöglichen. Aber dieZeiten sind schwer und ein
wirtschaftlicher Aufschwung ist nicht in Sicht.
Als der Müller, bei seiner Mehllieferung ins Schloss, auf den König trifft erzählt er ihm einfach so zu Spass, halt um sich in den Mittelpunk zu stellen und sich interessant zu machen, dass seine Tochter Stroh zu Gold spinnen kann. Dieses Gespräch machte den König sehr neugierig und er befahl, dass die Müllerstochter ihm dies beweisen muss, falls dies eine Lüge sei hätte dies schwerwiegende Konsequenzen.
Natürlich gibt es in der guten Märchenwelt einen Helfer, der das arme Töchterchen aus der verzwickten Situation rettet.
Doch auch dieses „Männlein“ fordert seinen Lohn. Wenn man doch wenigstenswüsste wie das „Männlein“ heisst...?

Frei nach den Gebrüdern Grimm hat Jörg Christen eine spannende und bühnengerechte Dialektfassung dieses populären Märchens geschrieben. Erleben Sie die mitreissende Geschichte in unserem Theater.

 

Der Hintergrund

Die ersten handschriftlichen Aufzeichnungen des Volksmärchen „Rumpelstilzli“ hat Jacob Grimm 1808 geschrieben. Erst 4 Jahre später, 1812, wurde es in ihre Sammlung der„Kinder- und Hausmärchen“ aufgenommen.
Das Märchen macht wichtige Aussagen über den grossen Wert, Dinge benennen zu können und sich damit aus möglichen Abhängigkeiten zu lösen.
Auch wird ganz deutlich aufgezeigt, dass Angeberei und Lügen schwere Konsequenzen zur Folge haben können. Leicht bringt man sich selber, seine Liebsten oder Andere in grosse Gefahr. Wir lernen aus diesem Märchen aber auch, dass man Hilfe bekommen kann, wenn man sie braucht.
Doch dies oft nicht ohne Gegenleistung.
Und das Versprechen selbstverständlich zu halten sind.
Märchen erzählen von der Sehnsucht nach einem besseren Leben und vom Traum nach einer gerechteren Welt und - Märchen gehen fast immer gut aus.


Der Wert des Märchens

Im Gegensatz zu den sogenannten Kunstmärchen lässt sich bei Volksmärchen kein bestimmter Urheber feststellen. Die mündliche Weitergabe war lange Zeit die einzige und ist bis heute die natürlichste Form der Überlieferung. Weil Märchen den Zuschauer oder Zuhörer anregen, eigene Sinnfragen zu stellen und eigenständige Antworten zu liefern, haben sie eine grosse Bedeutung für die Entwicklung des Menschen. Märchen liefern keine Belehrung über das richtige Verhalten in der realen Welt. Märchen erheben auch keinen Anspruch, die Welt so zu beschreiben, wie sie ist.
Vielmehr weckt die sinnbildliche Märchensprache beim Leser und Theaterbesucher eigene Bilder und regt ihn an, diese für sich zu deuten. Selbst wenn alle dasselbe sehen oder hören, so deutet jeder die Bilder anders, je nach Herkunft, Lebenserfahrung und kultureller Zugehörigkeit. Märchen sind also vielfältig auslegbar.

Märchen sprechen das ganzheitliche Denken an. Dazu gehört die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen und nach dem Unsichtbaren, dem Geheimnisvollen zu suchen. Aufgrund ihrer Vielschichtigkeit lassen Märchen der Fantasie des Zuhörers viel Spielraum. Jeder fühlt und sieht, was er will – es gibt kein richtig oder falsch. Vielleicht fördern Märchen deshalb auch die Fähigkeit, mit alltäglichen Gefühlen wie Furcht, Täuschung oder Einsamkeit besser umzugehen.


Die Märchen der Gebrüder Grimm

Das internationale Advisory-Komitee für das UNESCO-Programm «Memory of the World» hat am 17. Juni 2005
die Kasseler Handexemplare der «Kinder- und Hausmärchen» der Brüder Grimm offiziell in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.
Die Märchensammlung der Gebrüder Grimm ist neben der Luther-Bibel das bekannteste und weltweit
verbreitetste Buch der deutschen Kulturgeschichte. Es wurde in über 160 Sprachen und Dialekte übersetzt.

 

Das Reisetheater

Das Reisetheater Zürich wurde1982 von Jörg Christen gegründet. Sein Ziel: Theateraufführungen in Gebiete der Schweiz zu bringen, die nicht über ein eigenes Theater-Ensemble verfügen. Dadurch wird eine Aufführung des Reisetheaters oft zum zentralen Theatererlebnis für die ganze Familie, nicht zuletzt dank der fairen Eintrittspreise. Jährlich rund 20'000 begeisterte Zuschauer sind der beste Beweis dafür.

Das Ensemble des Reisetheaters hat im Verlauf der letzten 30 Jahre einen unverwechselbaren Stil entwickelt. Einen Stil, der sich für Märchen besonders eignet, weil er die Fantasie der Zuschauer anregt und ihnen genügend Freiraum für eigene Bilder lässt. Märchen aus unserem Kulturkreis wie jene der Gebrüder Grimm sind auch im Zeitalter von Computerspielen und Fernsehen beliebt, denn sie widerspiegeln auch heute noch unseren Alltag
in all seinen Facetten.

Vielen Zuschauern ist das Reisetheater indirekt bekannt – wegen der Stimmen der Schauspieler und Schauspielerinnen: Sämtliche «Pingu-Kassetten» wurden vom Ensemble des Reisetheaters besprochen. Mit über 80 Geschichten auf 38 Kassetten und CDs ist Pingu die erfolgreichste Dialekthörspiel-Reihe der Schweiz.

Im Jahr 2008 hat Corinne Ramos-Christen, die Tochter von Jörg Christen, die Leitung übernommen,
und führt mit Leidenschaft und Professionalität das Lebenswerk ihres Vaters fort.