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s’tapdere Schnyderl

s’tapdere Schnyderli – das Märlitheater für die ganze Familie

S’tapfere Schnyderli, das sieben auf einen Streich erledigt! – wer kennt sie nicht, diese äusserst geistreiche und phantasievolle Geschichte der Gebrüder Grimm? Die Geschichte ist diese Saison als Dialektmärchen für die ganze Familie auf der Bühne zu sehen und sorgt für glänzende Kinderaugen. Das Ziel ist es, eine Geschichte zu erzählen und das Publikum gleichzeitig am Geschehen auf der Bühne mitwirken zu lassen.

Die Textfassung schrieb der Gründer Jörg Christen – gewürzt mit viel Humor und dem Gespür für eine kinder- und bühnengerechte Umsetzung. Für die Inszenierung zeichnet sich Fabio Romano verantwortlich.
Im Ensemble des Reisetheaters spielen bekannte und ausgebildete Darsteller und Darsteller-innen: Anina Himmelberger, Cyrill Birchler, Carole Kay, Rainer Früh, Melanie Kurmann, Fabio Romano und Jörg Christen. Sie garantieren einen märchen-haften Theaternachmittag für die ganze Familie.

Die Geschichte von s’tapfere Schnyderli

Der arme Schneider gönnt sich gerade ein leckeres Konfibrot, als er von einem Schwarm Fliegen genervt wird. Alles Schimpfen und Scheuchen hilft nichts, da schlägt er zu und erwischt sie allesamt, sieben Fliegen auf einen Schlag. Voller Stolz näht er sich den Spruch „7 uf ein Streich“ auf seinen Harnisch. Diese Heldentat macht den armen Schneidergesellen so mutig, dass er in die grosse weite Welt hinausziehen muss, um seine Botschaft bekannt zu machen. Dank seiner Kreativität und Tapferkeit gelingt es ihm die Aufgaben, die ihm der König stellt, zu lösen, und er erhält dafür die verdiente Belohnung.

Der Hintergrund

Das Märchen von einem tapferen Schneider steht in den Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm seit der Erstauflage von 1812. Ludwig Bechstein übernahm es ebenfalls 1845 in sein Deutsches Märchenbuch als vom tapferen Schneiderlein.
Und was ist die Moral der Geschichte? Auch wenn man nicht enorm viele Muskeln hat, kann man sehr stark sein! Denn mit Selbstbewusstsein, Einfallreichtum und List kann man viel erreichen. Jede Zeit braucht seine Helden. Auch unsere Zeit hat ihre Landplagen, die beseitigt werden müssen.
Die Art und Weise wie das tapfere Schneiderlein die Probleme bewältigt, macht den Kindern Mut bei Konflikten auch nach eigenen Lösungen zu suchen.

Märchen und ihre Botschaften

Im Gegensatz zu den sogenannten Kunstmärchen lässt sich bei Volksmärchen kein bestimmter Urheber feststellen. Die mündliche Weitergabe war lange Zeit die einzige und ist bis heute die natürlichste Form der Überlieferung. Weil Märchen den Zuschauer oder Zuhörer anregen, eigene Sinnfragen zu stellen und eigenständige Antworten zu liefern, haben sie eine grosse Bedeutung für die Entwicklung des Menschen. Märchen liefern keine Belehrung über das richtige Verhalten in der realen Welt. Märchen erheben auch keinen Anspruch, die Welt so zu beschreiben, wie sie ist. Vielmehr weckt die sinnbildliche Märchensprache beim Leser und Theaterbesucher eigene Bilder und regt ihn an, diese für sich zu deuten. Selbst wenn alle dasselbe sehen oder hören, so deutet jeder die Bilder anders, je nach Herkunft, Lebenserfahrung und kultureller Zugehörigkeit. Märchen sind also vielfältig auslegbar.

Märchen sprechen das ganzheitliche Denken an. Dazu gehört die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen und nach dem Unsichtbaren, dem Geheimnisvollen zu suchen. Aufgrund ihrer Vielschichtigkeit lassen Märchen der Fantasie des Zuhörers viel Spielraum. Jeder fühlt und sieht, was er will – es gibt kein richtig oder falsch. Vielleicht fördern Märchen deshalb auch die Fähigkeit, mit alltäglichen Gefühlen wie Furcht, Täuschung oder Einsamkeit besser umzugehen.

Die Märchen der Gebrüder Grimm

Das internationale Advisory-Komitee für das UNESCO-Programm «Memory of the World» hat am 17. Juni 2005 die Kasseler Handexemplare der «Kinder- und Hausmärchen» der Brüder Grimm offiziell in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Die Märchen-sammlung der Gebrüder Grimm ist neben der Luther-Bibel das bekannteste und weltweit verbreitetste Buch der deutschen Kulturgeschichte. Es wurde in über 160 Sprachen und Dialekte übersetzt.

Das Reisetheater

Das Reisetheater Zürich wurde 1982 von Jörg Christen gegründet. Sein Ziel: Theater-aufführungen in Gebiete der Schweiz zu bringen, die nicht über ein eigenes Theater-Ensemble verfügen. Dadurch wird eine Aufführung des Reisetheaters oft zum zentralen Theatererlebnis für die ganze Familie, nicht zuletzt dank der fairen Eintrittspreise. Mit jährlich rund 20'000 begeisterte Zuschauer sind der beste Beweis dafür.

Das Ensemble des Reisetheaters hat im Verlauf der letzten 39 Jahre einen unverwechsel-baren Stil entwickelt. Einen Stil, der sich für Märchen besonders eignet, weil er die Fantasie der Zuschauer anregt und ihnen genügend Freiraum für eigene Bilder lässt. Märchen aus unserem Kulturkreis wie jene der Gebrüder Grimm sind auch im Zeitalter von Computerspielen und Fernsehen beliebt, denn sie widerspiegeln auch heute noch unseren Alltag in all seinen Facetten.

Vielen Zuschauern ist das Reisetheater indirekt bekannt – wegen der Stimmen der Schau-spieler und Schauspielerinnen: Sämtliche «Pingu-Kassetten» wurden vom Ensemble des Reisetheaters besprochen. Mit über 80 Geschichten auf 38 Kassetten und CDs ist Pingu die erfolgreichste Dialekthörspiel-Reihe der Schweiz.

Im Jahr 2008 hat Corinne Ramos-Christen, die Tochter von Jörg Christen, die Leitung übernommen, und führt mit Leidenschaft und Professionalität das Lebenswerk ihres Vaters fort.

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Pressetext 2022/23

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